Bad Nauheim (ihm). Das Mütter- und Familienzentrum (Müfaz) erstrahlt in neuem Glanz. Am Sonntag stellte die Einrichtung ihre frisch sanierten Räume in der Friedberger Straße 10 vor, sie erstrecken sich nun auf zwei Stockwerke. Eine weitere Etage kommt hinzu.
Weiterer Anlass zu feiern, waren der Einzug der Krabbelstube Kinderparadies, die beschlossene Verschmelzung von Müfaz und Kinderkrippe zum Verein sowie das 15-jährige Jubiläum des Notmütterrufs. Neben Spielangeboten und Speisenofferten standen Ansprachen im Zentrum. Redner aus Stadt- und Kreispolitik würdigten Konzept und Bedeutung des Müfaz. Außerdem gab es eine Podiumsdiskussion (siehe unten stehenden Artikel).
Erster Stadtrat Armin Häuser hob die gute Zusammenarbeit zwischen Einrichtung und Stadt hervor. »Das Müfaz ist ein wichtiger Bestandteil, um unser familienfreundliches Profil zu schärfen.« Die Kommune unterstütze das Zentrum mit einem jährlichen Zuschuss. 365 000 Euro habe der Eigner, die Bad Nauheimer Wohnungsbausgesellschaft (Wobau), für die Sanierung bislang aufgebracht. Enthalten in dieser Summe waren auch Landeszuschüsse. Die Erfolge des Müfaz seien Beweggrund für die Stadt, zu investieren. Häuser: »Sie entwickeln nicht nur Ideen, sondern arbeiten daran auch effektiv und setzen sie um.« Als Beispiel nannte der Erste Stadtrat den Notmütterruf.
Helmut Münch (UWG) berichtete von einem Besuch der Unabhängigen Wähler-Gemeinschaft, als die Frage der Erweiterung anstand. »Das Konzept des Müfaz überzeugte uns. Daher gab unsere Fraktion die Zustimmung gern, den Zuschuss zu erhöhen.« Auch Prof. Bernd Wüsten (Kiks up) würdigte das gute Zusammenwirken. Das Müfaz bietet diverse Kurse in Kooperation mit der Gesundheitspräventions-Initiative an. Annette Diab (Bürgerstiftung Mittelhessen) überreichte eine Spende über 500 Euro.
Auch Kreisbeigeordneter Bardo Bayer überbrachte einen Scheck. Bayer stellte den Notmütterruf als wichtiges Angebot für die gesamte Wetterau heraus. Der Notmütterruf wurde vor 15 Jahren gegründet. Eltern, die wegen einer Erkrankung ihre Kinder nicht betreuen können, können sich an die Einrichtung wenden. Leiterin Ulrike Strangmann vermittelt eine Notmutter, die sich um den Nachwuchs und den Haushalt kümmert.
Auch zweite Etage wird bald genutzt
Ins Untergeschoss des Müfaz zog Anfang August die Krabbelstube Kinderparadies. Im ersten Stock finden sich ein Bistro, ein Kursraum, ein Gruppenzimmer für Baby-, Zwergentreff und einen Mini-Kindergarten, Küche und Büros. Die Mini-Kindergärten sind zum Teil noch in den ehemaligen Räumen der Krabbelstube Kinderparadies angesiedelt. Dorthin waren sie wegen des Umbaus verlagert worden.
Da kürzlich zudem die zweite Etage frei wurde, zieht das Müfaz in absehbarer Zeit auch in diese Räume. Zuvor muss allerdings noch saniert werden. Laut Hans-Peter Schäfer (Geschäftsführer Wobau) sind die Instandsetzungsarbeiten voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen.
Quelle: Gießener Allgemeine