Insgesamt haben sich 15 Projektgruppen an dem Schülerwettbewerb "Wir machen Mittelhessen lebenswert!" beteiligt. Hier eine kurze Vorstellung der eingereichten Projekte:
Klasse 9g der Edertalschule Frankenberg "Die Herkunft sprichwörtlicher Redensarten"
Auch die Klasse 9g der Edertalschule möchte mit "Die Herkunft sprichwörtlicher Redensarten" ihre Mitbürger und Mitbürgerinnen weiterbilden.
Bei dem Klassenprojekt rund um Deutschlehrer Dr. Volker Krobisch wurden täglich verwendete Redenarten erforscht und an den Exponaten des Kreisheimatmuseums Frankenberg anlässlich des Internationalen Museumstages 2006 dargestellt.
Pestalozzischule Gießen "Pop-Art-Objektstühle"
An dem Projekt "Pop-Art-Objektstühle" haben sich 28 Schüler der neunten und zehnten Klassen beteiligt, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen. Diese Schüler und Schülerinnen haben sich die Ausgestaltung der Schule zur Aufgabe gemacht und unter anderem bereits durch Begrünungen und die jahreszeitliche Dekoration des Eingangsbereichs die Schule verschönert. Das eingeschickte Projekt ist ein Bericht über das Gestalten und Dekorieren von alten Stühlen, die die Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren in tristen Übergängen und der schmucklosen Aula platziert haben. Unter anderem wurde eine Stuhlreihe aufgebaut, bei der jeder Stuhl mit einem anderen Buchstaben des Wortes Pestalozzi sowie mit einem damit in Verbindung gebrachtem Objekt versehen worden ist. Andere Stühle wurden je nach Belieben des Künstlers bearbeitet. Es konnte gesprayt, geklebt und gemalt werden. Der Kreativität wurden keine Grenzen gesetzt. Begleitet wurde das Projekt von Frau Zeh-Fiedler, Lehrerin an der Pestalozzischule.
"Kaffeehausmusik- die Brücke zwischen Generationen"
Kaffeehausmusik ist ein Projekt von über 60 Schüler/innen und Jugendlichen anderer Organisationen aus der Stadt und Umgebung von Gießen, das die Begegnungen von Jung & Alt in Form von Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen organisiert. Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 20 Jahren organisieren den Auf- und Abbau, sind für den Service und die Betreuung der Gäste zuständig und unterstützen die älteren Besucher. Bei Kaffee und Kuchen, schöner Musik und angenehmen Ambiente können die Teilnehmer/innen Gespräche untereinander, natürlich auch generationsübergreifend, führen. Die Initiatoren, Stephanie Steen und Christiane Janetzky-Klein, wollen damit dem Trend der Isolation von Jung und Alt entgegenwirken und zugleich den Abbau von möglichen Vorurteilen beiderseits ermöglichen. Für ihre Teilnahme und ihr Engagement erhalten die Jugendlichen eine Urkunde, die die erworbene soziale Kompetenz bescheinigt. Eingesetzt werden kann sie zum Beispiel bei einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz.
Grundschule Langsdorf "Schulhofgestaltung nach einer naturnahen Konzeption"
Die Grundschule Langsdorf rund um Schulleiterin Karin Hermann will einen neuen Lern- und Spielbereich verwirklichen. Dabei soll die naturnahe Umgestaltung das Interesse an der Natur wecken und durch eine klare Untergliederung in Bewegungs- und Ruhezonen Unfälle vermieden werden. Die Arbeiten dazu haben bereits begonnen, Eltern wie auch die Grundschüler selbst schreiten mit Elan zur Tat. Ziel ist es durch eine Um- bzw. Neugestaltung kooperatives und soziales Lernen zu vermitteln und den Kindern letztendlich einen Schulhof zur Verfügung zu stellen, auf dem sie sicher spielen und dort ihre Pause verbringen zu können. Aufgrund der freien Zugänglichkeit nach der Schulzeit bietet sich der Gemeinde die Möglichkeit, auf dem Schulhof Feste zu feiern oder diesen als Erholungsraum zu nutzen. Zur Finanzierung gab es bereits einen Sponsorenlauf, einen Verkauf von "Steinaktien" und selbstgebackenen Waffeln, aber auch ein Bürgerbauwochenende, bei dem die freiwilligen Helfer mit anpackten. Durch eine Informationsbroschüre sollen zu den bereits vorhandenen Sponsoren noch Neue hinzugewonnen werden, um das Geplante umsetzen zu können.
Goetheschule "Interaktionseinheiten und Interaktionsspiele"
Das Projekt "Interaktionseinheiten und Interaktionsspiele" läuft schon seit einiger Zeit. Ein Bestandteil davon waren die 2002 und 2006 durchgeführten Trommelworkshops, die bei allen teilnehmenden Kindern große Begeisterung hervorgerufen haben. Dort lehrte ihnen Musikpädagoge Johnny Lamprecht zusammen mit einem senegalesischen Meistertrommler das gemeinsame rhythmische Trommeln. Mit "Interaktionseinheiten und Interaktionsspiele" wird die Förderung des Miteinanders zwischen Schülern verfolgt. Durch die Trommelworkshops bzw. die Notwendigkeit des im Takt mit den anderen zu Trommeln, haben die Schüler etwas erfahren, das sie verbindet. Nur zusammen konnten sie einen schönen Klang erzeugen. Um das Erlernte nun fortzuführen zu können, ist das Projekt der Wunsch, die Anschaffung eines Klassensatzes Trommeln zu ermöglichen. Die Kosten liegen dafür bei etwa 1.000€
Schulsanitätsdienst der Liebigschule Gießen
Der Schulsanitätsdienst (SSD) der Liebigschule existiert seit nunmehr 8 Jahren und dient der Sicherstellung der Erstversorgung erkrankter bzw. verletzter Schüler/innen. Die durchschnittlich 15 teilnehmenden Schüler der Jahrgangsstufen 10-13 tragen eine große Verantwortung durch ihren Dienst, sind aber auch selbst dafür verantwortlich, dass ihre schulischen Leistungen hierdurch nicht beeinträchtigt werden. Durch ständige Fort- und Weiterbildungen wird gewährleistet, dass die Erste-Hilfe-Maßnahmen durch die Schulsanitäter/innen beherrscht werden. Lukas Baldauf, Mitglied des Sanitätsdienstes und Einsender des Projekts, will nun die Anschaffung eines automatischen externen Defibrillators (AED) verwirklichen, um eine noch effizientere Behandlung zu ermöglichen. Zudem verbrauche sich Verbandsmaterial sowie andere Hilfsmittel, die ständig angeschafft werden müssten.
Computergruppe "Jung hilft Alt" der 8.+9. Klassen der Theodor-Heuss-Schule Marburg "Patenschaftsprojekt: Wir lernen gemeinsam am Computer"
Bei dem Projekt handelt es sich um zehnstündige Computerkurse für Senioren à zwei Stunden, bei dem jedem Schüler ein Senior zugeteilt wird. Herr Schiepe -Engagementlotse bei der Freiwilligenagentur Marburg- ist ehrenamtlicher Kursleiter und kann bei auftretenden Problemen helfen. Durch diesen Kurs lernen die Schüler zum einen gesellschaftliches Engagement, zum anderen bekommen interessierte Bürger die Möglichkeit, den Umgang mit dem PC zu erlernen.
Wetzlarer Schüler-Projekt "Hand in Hand"
Schülerinnen und Schüler in Wetzlar stellen jede Woche einige Stunden ihrer Zeit für andere zur Verfügung: Kleinen Kindern, denen sie ein Vorbild sein können; alten Menschen, denen sie den Alltag erleichtern können; behinderten Menschen, denen sie ein Freund sein können. Oder der Gemeinschaft ganz allgemein, indem sie sich aktiv für den Umweltschutz engagieren. Von dem Engagement profitieren alle Beteiligten: Die Schüler gewinnen soziale Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein. Auf der anderen Seite profitieren Kinder, Senioren und behinderte Mitbürger von der neu gewonnenen Beziehung, von der Hilfestellung und der Wertschätzung
Grundschule Münchhausen "Kunst im öffentlichen Raum"
Das Projekt der Grundschule Münchhausen besteht aus dem Vorschlag, eine Skulptur auf dem Schulhof aufzustellen. Die Skulptur wird etwa Menschengröße haben und zwischen 5.000 und 9.000 € kosten. Sie wurde von Kunstschmied Lanz entworfen und soll auf die Bedeutung der Familie aufmerksam machen und diese damit gleichzeitig stärken. Da der Schulhof nachmittags öffentlich zugänglich ist, könnten sich alle Interessenten die Skulptur anschauen. Beteiligt an der Projektentwicklung waren alle Klassen der Grundschule, eingereicht wurde das Projekt von Schulleiter Wolfgang Vajen.
AG Soziale Aktivitäten an der Bischof Neumann Schule Königstein, "Begegnung zwischen Jung und Alt"
Die AG der Bischof Neumann Schule besteht aus 8-12 Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, regelmäßig Senioren in zwei Altersheimen zu besuchen und mit diesen z.B. Rollstuhlspaziergänge in den Wald zu unternehmen oder kleine Tanzvorführungen und Musiknachmittage zu veranstalten. Nicht nur die Senioren freuen sich über den Besuch der Jugendlichen. Auch die Schülerinnen und Schüler beschreiben das Projekt als Gewinn für sich, da sie immer wieder Bestätigung durch die Freude der Senioren durch ihre Gesellschaft und ihre Aktionen erfahren. So erklärt Stephanie Lichtenberg, Schülerin der AG, dass sie und ihre Schulkameraden auch im nächsten Schuljahr die alten Menschen besuchen werden, die zum Teil über ein Jahr das Gebäude nicht verlassen können, um ihnen "das Gefühl zu geben, dass man sie nicht vergessen hat".
Von einem Preisgeld planen die Jugendlichen, einen Klavierstimmer zu bezahlen, um künftige Musikveranstaltungen besser gestalten zu können.
Die Sieger
Sonderpreis: "youth-meeting-schröck"
Bei "youth-meeting-schröck" geht es um die Veränderung eines Platzes in Schröck. Nach Vorstellung des erst 13jährigen Hauptinitiators Jan-Philipp Bodenbender soll dort eine Hütte gebaut und das Gelände neu gestaltet werden - Tartan neben der Halfpipe, neues Tornetz, etc. Er veranschaulicht sein Vorhaben mit einem selbst gestalteten Modell sowie einer weiteren Skizze. Neben den Projektunterlagen hat der Schüler eine beachtliche Unterschriftenliste von Jugendlichen aus dem Ort beigefügt, die die Notwendigkeit des Treffpunktes für die Jugend bekräftigen. Auch der Ortsvorsteher von Schröck Harald Nahrgang unterstützt das Vorhaben der Jugendlichen durch ein Begleitschreiben.
3. Preis:
Regenbogenschule Frankenberg "Kinder-Kunst-Erlebnistag"
Das Projekt "Kinder-Kunst-Erlebnistag" richtet sich an Kinder im Grundschulalter und ist an der Regenbogenschule mittlerweile umgesetzt worden. Die Kinder erleben die komplexe Materie der Kunst durch Anfassen, Experimente und Spielen. Durch eine kindgerechte Aufarbeitung soll Interesse und Freude an der Kunst entdeckt werden.
Unter Anleitung haben die Kinder die Chance, eigene Kunstobjekte zu erstellen und als zusätzliche Motivation auszustellen. Eltern können zusätzlich in Vorträgen mehr über die Begabungsförderung und pädagogische Konzepte erfahren. Abgerundet wird das Besucherangebot durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen. Der Erlös kommt dem Förderverein der Schule zugute.
Entstanden ist der "Kinder-Kunst-Erlebnistag" als Kooperationsprojekt von verschiedenen Schulen, Weiterbildungsträgern, örtlichen Handwerksbetrieben und Privatpersonen. In Zukunft sind Wanderausstellungen geplant: der Kinder-Kunst-Erlebnistag" wird mit Bildern und den eigens erstellten Objekten an anderen Schulen und in anderen Institutionen wiederholt. Ziel ist es, die Freude an der Kunst zu verbreiten.
2. Preis:
AG "Altenheim" der Landgräfin-Elisabeth-Schule Stadtallendorf
Neun Jugendliche besuchen bei "Jung trifft Alt - Alt trifft Jung" das AWO-Altenzentrum in Stadtallendorf einmal pro Woche für zwei Stunden. Dabei übernehmen zwei Schüler/innen die Patenschaft für eine/n Bewohner/in und gestalten gemeinsam die Nachmittage- von Einkaufen, über Spaziergänge bis zum Vorlesen. In Planung ist der Aufbau eines Netzwerks, d.h. das Bonifatiusheim Stadtallendorf wird integriert und neben den normalen Besuchen kommen regelmäßige Ausflüge und ein großes Fest hinzu. Um das Fest nun durchzuführen "bewirbt" sich die AG bei dem Schülerwettbewerb. Die Arbeitsgemeinschaft rund um Gruppensprecherinnen Susanne Kaiser (Lehrerin) und Petra Habermann (Dipl.-Pädagogin) beziffert die Personal- und Sachkosten auf zusammen etwa 2.500 Euro. Darin inbegriffen sind die Anmietung eines rollstuhlgerechten Busses, das Engagieren eines Tanzlehrers sowie einer Band und Kosten für die Gestaltung der vorhandenen Räumlichkeiten.
2. Preis
Adolf-Reichwein-Schule Pohlheim "Jung hilft Alt"/"Teach in-Teach out"
Seit dem Schuljahr 2000/01 finden an der Adolf-Reichwein-Schule wöchentliche Computerkurse über die Dauer eines halben Schuljahres mit Jung und Alt statt. Die Schüler/innen geben den meist älteren Teilnehmern eine ausführliche Einführung in das Betriebssystem, die Textverarbeitung und zeigen ihnen den Umgang mit dem Internet. Das selbst gesetzte Schulmotto "Jung hilft Alt" soll ab dem Schuljahr 2006/07 weiter ausgebaut werden. Die Instrumentalklassen und die Musikgruppen werden Altenheime besuchen bzw. deren Bewohner in die Schule einladen. Des Weiteren sollen Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat der Stadt Pohlheim für ältere Menschen mitgestaltet und Theaterauftritte für Senioren organisiert werden. Dieser Leitgedanke kann zum festen Bestandteil des Schulprogramms werden, bedarf aber der zusätzlichen Unterstützung durch Mittel zur Finanzierung der Projektvorhaben und Arbeitsgemeinschaften. Eingereicht wurde das Projekt von dem Gruppensprecher und Lehrer Norbert Kissel.
1. Preis:
EIBE-Klasse der kaufmännischen Schulen Marburg "Schulhofgestaltung für andere"
Das Projekt der EIBE-Klasse beschäftigt sich mit der Umgestaltung des Schulhofs der Brüder-Grimm-Schule Marburg, einer Grundschule. EIBE ist ein Programm des Hess. Kultusministeriums, mit dem Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Einstieg in die Berufs- und Arbeitswelt erleichtert werden soll. Teilnehmer sind oft Schulverweigerer, sie haben keinen Abschluss und oft einen Migrationshintergrund. Für sie ergeben sich Lernmöglichkeiten, sowohl in fachlicher als auch in sozialer Hinsicht. Die EIBE-Initiative bietet den Jugendlichen einen möglichen Einstieg in die Arbeitswelt, vor allem in den handwerklich-praktischen Bereich.
Projekt: Der Bau eines Freiluftklassenzimmers, die Kosten liegen bei etwa 800€
Seit 2003 wurden bereits an der Grundschule eine Pergola gebaut, Spiel- und Bewegungslandschaften realisiert und ein Freiluftklassenzimmer saniert
In 2007 soll das jetzt zu bauende Freiluftklassenzimmer noch durch eine kleine Bühne für Theateraufführungen erweitert werden.
Das Projekt wurde eingereicht durch den Klassenlehrer Roland Wolff.